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Methylphenidat wird seit 1937 verordnet.
Wo sind die ganzen Parkinsonpatienten?
Wo sind die dealenden Schulkinder?
Wo sind die schwer abhängigen Erwachsenen?
McCabe-Studie (2005)
(11.000 Studierende an über 100 verschiedenen Colleges in Vereinigten Staaten)
Versuche, die kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern (sog. Neuroenhancement) ist derzeit ein allgemeines gesellschaftliches Problem und hat nichts mit der Substanz an sich zu tun.
Es beginnt beim übermäßigen Kaffeegenuss beim nächtlichen Lernen und reicht bis zum Missbrauch von Medikamenten wie Antidepressiva (SSRI), Antidementiva und eben auch Methylphenidat.
ABER:
Die wirklichen Prävalenzraten scheinen den Studien zu Folge weit niedriger als populistisch gern verbreitet.
Es existieren auch Studien, die eine hohe Prävalenz psychischer Erkrankungen (vor allem depressiver Verstimmungen) unter Studenten aufzeigen – d.h. der Missbrauch könnte auch eine Selbstmedikation darstellen?!
» Untersuchungen zu Methylphenidat bei Gesunden zeigen in den meisten Fällen keine Verbesserung einzelner kognitiver Funktionen!!
Anstieg der verordneten definierten Tagesdosen von 0,3 Millionen 1990 auf 33 Millionen 2005
(Schwabe und Paffrath 2006)
oder
Anstieg der Methylphenidatverordnungen bei 7- bis 14-Jährigen von 0,43% 1998 auf 1,1% im Jahr 2000
(Ferber et al. 2003)
aber
d.h. deutlich niedrigere Behandlungsprävalenzrate im Vergleich zur Störungsprävalenz
(Döpfner et al. 2006)

d.h. nicht mal ein Viertel der Betroffenen erhält überhaupt Methylphenidat!
Bei unter antikonvulsiver Therapie anfallsfreien Patienten kommt es nicht zum erneuten Auftreten von Anfällen!
Lediglich bei nicht anfallsfreien Patienten zeigt sich eine leichte Zunahme der Anfallsfrequenz!
Bei einzelnen Epilepsieformen sogar ein positiver Effekt unter Methylphenidat!
ADHS bei Erwachsenen, Informationswebseite für Ärzte und Betroffene
www.adhs.org | by Dr. med. Olaf Ballaschke